Städtepartnerschaft Puck
© gmina.puck.pl Die Städtepartnerschaft zwischen der Gemeinde Puck in Polen und der Samtgemeinde Oldendorf-Himmelpforten ist am 08. Juli 2005 anlässlich des Besuches einer Delegation aus unserer Samtgemeinde in Puck offiziell im Rahmen eines Festaktes begründet worden.
Unsere Delegation bestand aus 57 Personen; 23 davon gehörten zum Nieder-sachsen-Chor 1999 e. V. aus Oldendorf. Außerdem waren angereist zwei Vertreter der Samtgemeinde Börde Lamstedt, und zwar deshalb, weil der Kontakt mit der Gemeinde Puck über die Samtgemeinde Börde Lamstedt zustande gekommen ist. Lamstedt hat mit der Nachbargemeinde von Puck, Wladyslawowo, schon seit über 10 Jahren eine Städtepartnerschaft. Der Festakt fand in einem Kulturhaus statt, an dem u. a. auch Vertreter der Gemeinden Wladyslawowo und Rytro (eine weitere Partnergemeinde von Puck in Südpolen) sowie der Landrat des Kreises Puck teilnahmen. Es wurden viele Geschenke ausgetauscht und Reden gehalten, jeweils sogleich mit Übersetzung. Der Niedersachsen-Chor und der polnische Chor „Bursztynki“ unterstrichen den festlichen Charakter dieser Veranstaltung mit ihren Beiträgen. Abschließend wurden am Rathaus in Puck zwei Stelen enthüllt, die auf die Partnerschaften mit Rytro bzw. Oldendorf hinweisen. Danach fanden noch ein Rathausbesuch, ein Gespräch mit Jugendvertretern sowie Firmenbesichtigungen statt.
Weitere Eindrücke von unserem Besuch in Puck vermittelt eine kleine Ausstellung im Rathaus. Jeder Interessierte ist aufgerufen, sich in die freundschaftlichen Beziehungen mit einzubringen.
Städtepartnerschaft - Warum?
Es gibt mittlerweile über 1.000 Partnerschaften deutscher Städte, Gemeinden, Kreise und Regierungen mit Kommunen in den Staaten Ost- Mittel- und Südosteuropas und in den Staaten der ehemaligen Sowjetunion. Sie umfassen auch eine größere Anzahl von Partnerkommunen in den Siedlungsgebieten der deutschen Minderheiten. In vielen Partnerkommunen auf deutscher Seite haben die Spätaussiedler durch den Zuzug in den vergangenen Jahren einen beachtlichen Anteil an der Gesamtbevölkerung erreicht. So ergeben sich über diese Menschen Anknüpfungspunkte in die frühere Heimat.
Die Bundesrepublik Deutschland fördert mit finanziellen Zuschüssen entsprechende kommunale Partnerschaften, die das menschliche Miteinander intensivieren und die Entwicklung der Partnerkommune unterstützen. Hierzu gehören Projekte in gemeinschaftsfördernden, sozialen, medizinischen und wirtschaftlichen Bereichen, berufliche Qualifizierungsmaßnahmen sowie der Jugendaustausch.
Außer den Verbindungen zwischen den Kommunen werden zugleich auch Brücken zwischen den Aussiedlern und den Angehörigen der deutschen Minderheiten geschlagen. Die Einbeziehung der deutschen Minderheiten auf der einen Seite und der Spätaussiedler auf der anderen Seite fördern Verständnis und Toleranz für die Minderheit und für die Situation der Spätaussiedler, der sie in den Herkunftsgebieten ausgesetzt waren. Dieses trägt zur Akzeptanz und Integration dieser Menschen in Deutschland bei.

