Gleichstellungsbeauftragte
„Männer und Frauen sind gleichberechtigt. Der Staat fördert die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern und wirkt auf die Beseitigung bestehender Nachteile hin.“ Artikel 3 Abs. 2 Grundgesetz
„Die Achtung der Grundrechte, insbesondere die Verwirklichung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern, ist eine ständige Aufgabe des Landes, der Gemeinden und Landkreise.“ Artikel 3 Abs. 2 Satz 3 Niedersächsische Verfassung
Als verfassungsrechtliches Gebot muss die Gleichstellung immer mitgedacht werden und steht doch nur selten im Mittelpunkt.
Gleichstellung ist eine Querschnittsaufgabe. In allen Lebensbereichen stoßen wir auf gleichstellungsrelevante Fragen: von alleinerziehend bis zu (Teil-) Zeitarbeit.
Mein Name ist Hiltrud Gold und seit 2017 bin ich die Gleichstellungbeauftragte der Samtgemeinde Oldendorf-Himmelpforten. Meine Aufgabe besteht u.a. darin, die Gleichberechtigung von Frauen und Männern in der Samtgemeinde Oldendorf-Himmelpforten zu verwirklichen. Ich berate und unterstütze die Verwaltung darin, gleichstellungspolitischen Handlungsbedarf zu erkennen und Benachteiligungen aufgrund des Geschlechts abzubauen.
Ich bin für die Einwohnerinnen und Einwohner der Samtgemeinde Oldendorf-Himmelpforten bei allen gleichstellungsrelevanten Themen die Ansprechpartnerin:
- Benachteiligung aufgrund des Geschlechts
- Recht auf Arbeit in Teilzeit
- Wiedereinstieg in den Beruf
- häusliche Gewalt, sexuelle Belästigung und Mobbing
- Sexismus
- Frauen in politischen Gremien
- Trennung und Scheidung
- Carearbeit u.a.
Die Öffentlichkeitsarbeit nutze ich, um für die Themen der Gleichberechtigung zu sensibilisieren und zu informieren.
Als Gleichstellungsbeauftragte richte ich regelmäßig in Zusammenarbeit mit meinen Kolleginnen im Landkreis Stade Veranstaltungen aus, z.B. am Internationalen Weltfrauentag, dem 08. März oder am Equal Pay Day.
Anlässlich der 16-Tage-Kampagne ORANGE DAYS findet seit mehreren Jahren im November/Dezember die Brötchentütenaktion „Gewalt gegen Frauen kommt nicht in die Tüte“ im Landkreis Stade statt.
Besuchen Sie mich doch gerne zu meinen Sprechzeiten:
Jeden Montag im Rathaus in Himmelpforten, 9:00 bis 11:00 Uhr oder schreiben Sie mich an: gleichstellung@oldendorf-himmelpforten.de oder vereinbaren Sie einen Termin/Treffpunkt außerhalb der Sprechzeiten und/oder auch außerhalb des Rathauses: Tel.: 04144-2099 128!
Ich freue mich auf interessante Begegnungen!
Hiltrud Gold
Meine Aktionen und Kampagnen:
Luisa ist hier!
Gleichstellungsbeauftragte Hiltrud Gold macht auf eine Aktion aufmerksam, die ihr sehr am Herzen liegt. Der Musikladen Heinbockel beteiligt sich an der Aktion „Luisa ist hier!“ Frauen und Mädchen, die sich unwohl oder bedrängt fühlen, können mit der Frage „Ist Luisa hier?“ diskret Hilfe beim geschulten Personal bekommen – ohne etwas erklären zu müssen.
Gleichstellungsbeauftragte Hiltrud Gold freut sich sehr, dass sich der Musikladen Heinbockel in unserer Samtgemeinde an der Aktion „Luisa ist hier!“ beteiligt. „Damit senden wir gemeinsam ein klares Signal: Bei uns ist kein Platz für Belästigung, Übergriffe oder Gewalt.“
„Luisa ist hier!“ ist ein diskretes Hilfsangebot für Frauen und Mädchen, die sich beim Feiern oder im öffentlichen Raum unwohl, bedrängt oder unsicher fühlen. Wer an der Theke fragt: „Ist Luisa hier?“, bekommt sofort und unauffällig Unterstützung durch geschultes Personal vom BSD-Nord, dem Sicherheitsdienst im Musikladen.
Das Besondere daran: Die Frau muss nichts erklären und nicht erzählen, was passiert ist. Sie entscheidet selbst, welche Hilfe sie möchte – zum Beispiel einen ruhigen Rückzugsort, ein Taxi, das Zusammenrufen von Freundinnen oder Unterstützung beim Verlassen der Location.
Schon allein das Wissen, dass es diese Möglichkeit gibt, stärkt das Sicherheitsgefühl. Die Kampagne setzt bewusst früh an: Ein ungutes Bauchgefühl reicht aus. Niemand muss warten, bis etwas „Schlimmes“ passiert.
Der Code „Luisa“ hilft, Hemmungen abzubauen, gerade in lauten Clubs oder Bars. Er ermöglicht es, Hilfe zu holen, ohne Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen oder die eigene Situation rechtfertigen zu müssen. Wichtig dabei: Das Personal fragt nicht nach Gründen – das Gefühl der Frau zählt.
Die Aktion steht für mehr Sicherheit, Sensibilisierung und ein klares Zeichen gegen Belästigung und sexualisierte Gewalt.
„Ich bin sehr dankbar für das Engagement von Herrn Hinrichs vom Musikladen. Solche Orte übernehmen Verantwortung und zeigen Haltung. Sie machen deutlich: Feiern soll Spaß machen – und sicher sein.
Als Gleichstellungsbeauftragte bin ich überzeugt: „Luisa ist hier!“ ist ein wichtiger Schritt hin zu mehr Aufmerksamkeit, mehr Schutz und mehr Respekt – für Frauen und Mädchen in unserer Samtgemeinde.“
Die Kampagne „Luisa ist hier!“ wurde vom Frauen-Notruf Münster e.V. initiiert. Hintergrundwissen gibt es unter www.luisa-ist-hier.de
Netzwerk gegen Häusliche Gewalt
Netzwerk gegen Häusliche Gewalt: Betroffene ermutigen, Hilfe zu holen
Pressemitteilung des Landkreises Stade, März 2025:
So viele waren es noch nie: Rund 50 Vertreterinnen und Vertreter von unterschiedlichen Einrichtungen und Institutionen kamen zum jährlichen Treffen vom „Netzwerk gegen Häusliche Gewalt im Landkreis Stade“ zusammen. Allein das spiegelt die Wichtigkeit dieses Themas wider. Die Zahlen und Statistiken des Stader Frauenhauses und der AWO-Beratungsstelle bei häuslicher Gewalt (BISS) verdeutlichten das abermals.
Elena Knoop, Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises Stade, hatte zum Netzwerk-Treffen eingeladen. Sie stellte unter anderem einige Neuerungen zur bekannten Tütenaktion „Gewalt?!… kommt nicht in die Tüte!“ vor. Während der Orange Days vom 25. November bis 10. Dezember werden wieder tausende Papiertüten unter anderem in Bäckereien verteilt – diesmal allerdings in einem neuen Design samt QR-Code und in Verbindung mit einer neuen Website, die wichtige Kontaktdaten von lokalen und überregionalen Hilfsangeboten bündelt.
Solche Übersichten werden weiterhin dringend gebraucht. Gewalt in der Partnerschaft kommt täglich vor, ist aber immer noch schambehaftet. Das soll sich durch Aktionen und Projekte ändern, wie eben durch die Tütenaktion während der „Orange Days“ Ende November oder durch die Teilnahme am Lauf- und Musikfestival in Harsefeld im Juni. „Wir möchten für häusliche Gewalt sensibilisieren, aufklären und Betroffene ermutigen, sich Hilfe zu holen“, so Elena Knoop.
Denn betroffen sind viele: Jede vierte Frau erlebt mindestens ein Mal in ihrem Leben Gewalt in ihrer Beziehung. Das sind mehr als zwölf Millionen Frauen. Umso wichtiger ist daher die Netzwerkarbeit, wie jetzt im Stader Kreishaus. Mit dabei waren unter anderem die hauptamtlichen und ehrenamtlichen Gleichstellungsbeauftragten im Landkreis Stade sowie Vertreterinnen und Vertreter von unterschiedlichen Beratungsstellen, des Stader Frauenhauses und der Polizei sowie der Jugendämter, der Justiz und dem Elbe Klinikum.
Wie präsent häusliche Gewalt auch im Landkreis Stade ist, zeigten die Zahlen der BISS, die im vergangenen Jahr 557 Fälle bearbeitete. In 88 Prozent der Fälle waren die Täter männlich; 463 Beratungsgesprächen wurden geführt; 556 Kinder waren als Zeugen der Gewalt mitbetroffen. Eine
große Herausforderung bei der Beratungsarbeit bleibe die Wohnungssuche, berichtete Renate Winkel, BISS-Leiterin. Sie war in dieser Rolle das letzte Mal beim Netzwerktreffen dabei. In wenigen Wochen verabschiedet sich Renate Winkel in den Ruhestand.
Einen geschützten Wohnraum bietet das Stader Frauenhaus. „In den ersten acht Monaten des vergangenen Jahres betrug die Auslastung knapp 90 Prozent“, berichtete Hanne Rathjens, Frauenhausleiterin. „Für Entlastung sorgte dann die Eröffnung des neuen Schutz- und Beratungszentrum für Frauen.“ In dem Zentrum sitzt außerdem die neue Frauenberatung. An die können sich Frauen und Mädchen ab 16 Jahren wenden, die von körperlicher und/oder seelischer Gewalt in der Partnerschaft betroffen sind. Die Beratung ist vertraulich, freiwillig und kostenfrei – und wird immer häufiger genutzt.
Was die Arbeitsgruppen (AG) des Netzwerks bereits in den vergangenen Monaten umgesetzt haben und was noch geplant ist, wurde ebenso in kurzen Tätigkeitsberichten erläutert. Unterschiedliche Netzwerkteilnehmerinnen und -teilnehmer arbeiten in verschiedenen AGs wie Schulische Prävention, Migration und Täterarbeit zusammen, um noch mehr Betroffenen zu helfen, die Präventionsarbeit auszubauen und für das Thema häusliche Gewalt zu sensibilisieren. „Denn Gewalt gegen Frauen und Mädchen ist nicht hinnehmbar. Genau deswegen arbeiten wir im Netzwerk zusammen“, sagte Elena Knoop.

Sie treten gemeinsam gegen Gewalt in der Partnerschaft ein: Das Netzwerk gegen Häusliche Gewalt im Landkreis Stade, das jetzt wieder im Stader Kreishaus zusammen kam. Foto: Landkreis Stade / Nina Dede
Orange Days
Pressemitteilung zu den Orange Days 2025:
Gewalt kommt nicht in die Tüte: Netzwerk verteilt 100.000 Tüten mit QR-Code für einfache Hilfe
Landkreis Stade. Neues Design, hochaktuelle Bedeutung: Das „Netzwerk gegen Häusliche Gewalt im Landkreis Stade“ setzt erneut ein starkes Zeichen mit der bekannten Papiertütenaktion. Im gesamten Landkreis werden 100.000 Tüten mit einer klaren Botschaft verteilt: Gewalt kommt nicht in die Tüte. Der Auftakt erfolgt am Dienstag, 25. November – dem
Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen – und steht im Zeichen der Orange Days, die weltweit auf das Thema aufmerksam machen.
Die Akteurinnen wollen sensibilisieren, aufklären und ermutigen, sich Hilfe zu holen. Der Weg dahin ist besonders unkompliziert: Auf den Tüten ist erstmals ein QR-Code gedruckt. Dieser führt direkt zur neuen Internetseite „Hilfe bei Gewalt – Gleichstellungsbeauftrage Landkreis Stade“. Dort werden die Hilfsangebote aus der Region übersichtlich aufgeführt, so Elena Knoop, Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises Stade: „Die Hilfsangebote der lokalen Beratungsstellen kommen durch die
Papiertüten direkt zu den Frauen nach Hause. Auf diese Weise erreichen wir unzählige Betroffene.“
Bereits zum sechsten Mal organisiert das „Netzwerk gegen Häusliche Gewalt im Landkreis Stade“
unter der Federführung des Gleichstellungsbüros des Landkreises Stade die Tütenaktion. Lokale Bäckereien, Wochenmarktstände, die BBS II und BBS III in Stade, das FIZ Harsefeld, das Jobcenter und donum vitae sowie weitere Geschäfte, Apotheken und Vereine werden vom 25. November bis
zum 10. Dezember die Tüten nutzen. In diesem Zeitraum finden die Orange Days statt – eine weltweite Kampagne, die auf die Gewalt gegen Frauen und Mädchen aufmerksam macht. Sie erstreckt sich über einen Zeitraum von 16 Tagen, stets vom Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen bis zum Internationalen Tag der Menschenrechte.
Wie wichtig und hochaktuell dieses Thema ist, zeigen erschreckende Zahlen: Laut Bundesministerium des Innern (BMI) wird fast täglich eine Frau von ihrem Partner oder Ex-Partner getötet, alle drei Minuten sind Frauen Opfer von häuslicher Gewalt. All das unabhängig vom Bildungsstand, dem Alter
oder der sozialen Herkunft, erläutert Hanne Rathjens, Leiterin des Stader Frauenhauses: „Statistisch gesehen kennen alle eine betroffene Frau. Handlungsbedarf gibt es also leider genug, auch bei uns im Landkreis Stade.“ Umso wichtiger ist es, die Öffentlichkeit mit gezielten Aktionen dafür zu sensibilisieren, dass häusliche Gewalt uns alle betrifft. „Wegsehen schützt den Täter – Hinschauen rettet Leben“, so Gaby Siedentopf, Leiterin der BISS Beratungs- und Interventionsstelle bei häuslicher Gewalt.
Daher ist die Arbeit vom „Netzwerk gegen Häusliche Gewalt im Landkreis Stade“ besonders wichtig. Dort engagieren sich neben den hauptamtlichen und ehrenamtlichen Gleichstellungsbeauftragten im Landkreis Stade auch die BISS Beratungs- und Interventionsstelle bei häuslicher Gewalt (AWO) das Stader Frauenhaus, die AWO-Beratungsstelle Lichtblick, der Kinderschutzbund und unter anderem die Polizei, Jugendämter und Justiz sowie viele weitere Institutionen.
Hier gibt es eine Übersicht über die lokalen Hilfsangebote im Landkreis Stade: www.gleichstellung-landkreis-stade.de/hilfe_bei_gewalt
Bildzeile:
Die Mitglieder des Netzwerks gegen Häusliche Gewalt starten erneut die Tütenaktion zu den Orange Days – dieses Mal mit neuem Design und QR-Code für einfache Hilfe. Foto Landkreis Stade/ Nina Dede
Bundeskonferenz der kommunalen Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten
„Armut, die“ Substantiv, feminin Ar I mut
Die 28. Bundeskonferenz der kommunalen Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten Deutschlands sowie das 40-jährige Jubiläum der Bundesarbeitsgemeinschaft (BAG) war ein voller Erfolg und ein tolles Wiedersehen.
Die Gleichstellungsbeauftragte Hiltrud Gold ist gerade zurück von der 28. Bundeskonferenz der kommunalen Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten Deutschlands. Dieses Jahr stand dabei vom 15. bis zum 17. September 2024 das Thema „Armut, die“ mit all seinen Facetten weiblicher Armut im Vordergrund. In 17 Foren wurde diskutiert, zugehört und sich fachlich ausgetauscht. Die Gleichstellungsbeauftragte freut sich: „Ich habe sehr viele neue Impulse bekommen und danke dem gastgebenden Team der Gleichstellungsstelle der Stadt Würzburg für den tollen Empfang. Toll war auch, dass die Bundesministerin Lisa Paus und Verena Bentele, die Präsidentin des VdK mit dabei waren.“
Gleichzeitig wurde die Erfolgsgeschichte von 40 Jahren BAG gefeiert und gewürdigt. Die zugehörige Jubiläumsbroschüre ist nicht nur umfassend und wertschätzend, sondern auch besonders. Sie beinhaltet die geschichtliche Entwicklung der BAG von 1984 bis heute und beleuchtet eine Vielzahl individueller Erfahrungen und Erlebnisse. Die Broschüre beantwortet relevante Fragen und gibt einen Ausblick auf die zukünftigen Aufgaben, die auch hier vor Ort relevant sind.
Neben viel fachlichem Input nahm am zweiten Tag vor allem die Abstimmung über die Anträge aus den Landesarbeitsgemeinschaften eine zentrale Stellung ein. Die Gleichstellungsbeauftragten stimmten unter anderem diesen wichtigen Forderungen an die Bundesregierung zu:
· Abschaffung des Ehegattensplittings zur Überwindung tradierter Geschlechterrollen und Aufgabenverteilung innerhalb von Ehen
· Verbesserung der Situation ungewollt Schwangerer
· In Umsetzung der Istanbul-Konvention mit dem Gewalthilfegesetz geschlechtsspezifische Gewalt zügig und wirkungsvoll bekämpfen
· Proaktive, aufsuchende Krisenintervention und Beratung für Kinder nach Vorfällen von Partnerschaftsgewalt
Die Gleichstellungsbeauftragte betont: „Nun ist die Politik gefragt. Die Forderungen bedürfen keiner weiteren jahrelangen Wartezeit.“
Hilfeangebote:
Hilfetelefon "Gewalt gegen Frauen"
Hilfetelefon "Gewalt gegen Frauen"
Schläge, Beleidigungen und Demütigungen: Jede dritte Frau in Deutschland wird mindestens ein Mal in ihrem Leben Opfer von physischer oder psychischer Gewalt – oft ist ihr Partner der Täter. Gewalt gegen Frauen ist also kein Einzelfall, findet aber meistens im Verborgenen statt. Hilfe und Beratung bekommen Betroffene jetzt EU-weit kostenlos unter der einheitlichen, prägnanten Telefonnummer 116 016.
Das Beratungsangebot ist anonym, kostenfrei, barrierefrei und in 18 Sprachen verfügbar.
Das Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“ ist ein bundesweites Beratungsangebot für Frauen, die Gewalt erlebt haben oder noch erleben. Telefonisch und via Online-Beratung unterstützt das Hilfetelefon Betroffene aller Nationalitäten, mit und ohne Einschränkungen – 365 Tage im Jahr, rund um die Uhr. Auch Angehörige, Freundinnen und Freunde sowie Fachkräfte können sich anonym und kostenfrei an das Hilfetelefon wenden.
Kontaktdaten:
Telefonnummer: 116016 oder unter www.hilfetelefon.de (dort ist auch eine Onlineberatung möglich)
Stader Frauenhaus
Kontakt Stader Frauenhaus
Telefon-Sprechstunden:
Mo. - Fr.: 9.00 Uhr bis 14.00 Uhr
Telefon: 04141 44123
(24 Stunden Rufbereitschaft)
E-Mail: frauenhaus@landkreis-stade.de
Frauenberatung: Hilfe bei seelischer oder körperlicher Gewalt
Frauenberatung des Landkreises Stade: Hilfe bei seelischer oder körperlicher Gewalt
Vertraulich und freiwillig, kostenfrei und niedrigschwellig: Das zeichnet die neue Frauenberatung des Landkreises Stade aus. Seit Anfang des Jahres unterstützt Tina Götting Frauen und Mädchen ab 16 Jahren, die von körperlicher und/oder seelischer Gewalt in der Partnerschaft betroffen sind. Der Bedarf ist groß, weiß die Diplom Pädagogin Tina Götting: „Mit der Frauenberatung schließen wir eine Lücke.“
Das neue Angebot setzt frühzeitig an, erläutert Tina Götting, die außerdem Suchttherapeutin und Heilpraktikern für Psychotherapie ist: „Es ist niemals zu früh, sich Hilfe zu holen. Es muss nicht erst eskalieren, damit sich Betroffene an Beratungsstellen, die Polizei oder an das Frauenhaus wenden.“ Mitunter sind Frauen und Mädchen unsicher, ob sie häusliche oder außerhäusliche Gewalt erfahren. Doch Gewalt in der Partnerschaft beginnt eben nicht erst mit Handgreiflichkeiten. Auch Beleidigung, Stalking und Überwachung gehören dazu, so die Pädagogin: „Wichtig ist, keine Frau und kein Mädchen sollte Hemmungen haben, sich an mich zu wenden.“
Themen der Frauenberatung sind neben häuslicher und außerhäuslicher Gewalt daher auch Stalking und Drohung von Zwangsheirat. Scheidung und Trennung nach Gewalterfahrungen sowie digitale Gewalt gehören ebenso dazu. Auch unterstützende Angehörige, Personen aus dem erweiterten sozialen Umfeld sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von anderen Institutionen können sich an die Frauenberatung wenden.
Noch berät Tina Götting im Stader Kreishaus sowie im Stader Frauenhaus – hier allerdings ausschließlich Frauen, die dort wohnen oder gewohnt haben. Ende Mai wird das neue Schutz- und Beratungszentrum für Frauen in Stade eröffnet. In diesem Neubau wird dann die Frauenberatung ebenfalls ihren Sitz haben. Unabhängig vom Standort der Beratung hat der Schutz der Hilfesuchenden oberste Priorität: „Niemand erfährt von dem Beratungsgespräch, das in einem vollkommen geschützten Rahmen stattfindet.“
Bei der Beratung, die auf Wunsch anonym stattfinden kann, werden die Bedürfnisse der Frauen und Mädchen in den Mittelpunkt gestellt. Ziel ist es, die eigenen Stärken und Fähigkeiten wieder neu zu entdecken und mit einem gestärkten Selbstwertgefühl das eigene Leben wieder gestalten zu können, erläutert Tina Götting: „Häufig werten Männer ihre Partnerin ab und halten sie klein, um sie besser kontrollieren zu können. Macht spielt eine wichtige Rolle bei häuslicher Gewalt.“
Um das neue Angebot bekannter zu machen, werden demnächst Flyer in anderen Beratungsstellen und Institutionen ausgelegt. Eben dort hat sich Tina Götting bereits vorgestellt, schließlich ist Netzwerkarbeit wichtig. Dabei wurde einmal mehr deutlich: Die neue Frauenberatung wird dringend benötigt. Tausende Frauen sind bundesweit von häuslicher Gewalt betroffen – unabhängig von Bildungsstand, Alter, sozialer Schicht oder Herkunft. Jede vierte Frau erlebt mindestens ein Mal in ihrem Leben Gewalt in ihrer Beziehung. Das sind mehr als zwölf Millionen Frauen.
Tina Götting ist telefonisch unter 0159/ 04141 848 erreichbar. Sollte sie den Anruf nicht entgegennehmen können, ruft sie zurück. Außerdem kann sie per E-Mail kontaktiert werden: frauenberatung@landkreis-stade.de. Die Pädagogin vereinbart individuell Termine.
Hilfeportale bei Missbrauch
Hilfeportale bei Missbrauch
Gruppenangebot für Kinder, die Zeugen von Gewalt zwischen Eltern geworden sind
Gruppenangebot für Kinder, die Zeugen von Gewalt zwischen Eltern geworden sind
Broschüre zum Thema Trennung und Scheidung
Von mir und meinen Kolleginnen vom Landkreis, der Hansestadt Buxtehude, der Samtgemeinde Harsefeld und der Samtgemeinde Horneburg (mit der Unterstützung von Frau Rechtsanwältin Kock von der Hippert-Löseke & Partner mbB Rechtsanwältinnen) ist eine Broschüre zum Thema Trennung und Scheidung erarbeitet worden. Diese tolle Broschüre ist nun fertiggestellt und zur Veröffentlichung und Weitergabe bereit. Interessierte erhalten die Broschüre kostenlos im Rathaus in Himmelpforten sowie im Bürgerhaus Oldendorf.
Online-Version:
Broschüre „Trennung…und dann? – Ein Leitfaden zur Orientierung“
Arbeitsmarktförderung für Frauen
Arbeitsmarktförderung für Frauen
Neue Internetseite gibt umfassende Informationen
Mit dem neuen Internetangebot www.frauen-gewinnen.eu gibt es eine Informationsplattform rund um die Arbeitsmarktförderung für Frauen. Interessierte finden hier die Kontaktdaten niedersächsischer Beratungsstellen ebenso wie Best-Practice-Modelle, Veranstaltungstipps und aktuelle Studien. Auch die bewährten „Koordinierungsstellen Frauen und Wirtschaft" stellen ihre Arbeit und ihr Angebot vor. Künftige Existenzgründerinnen finden Informationen über frauenspezifische Unterstützungsangebote und Unternehmerinnen-Netzwerke. Die Seite richtet sich ebenso an geflüchtete Frauen und thematisiert die Fragen vom Einstieg in den Arbeitsmarkt bis zum beruflichen Aufstieg in Führungspositionen.
HerzRaum – Frei von Angst. Frei zum Reden. Frei zum Informieren.
Ein Angebot für gewaltbetroffene Frauen und/oder Angehörige. Es werden monatlich Online-Räume zu verschiedenen Themen angeboten. Der Raum ist für 1 ½ Stunden geöffnet. Anfangs gibt es einen kurzen Input / kurze Infos zu einem Thema, anschließend ist Raum und Zeit zum Austausch, zum Reden und auch nur zum Zuhören. Es ist keine Anmeldung nötig und eine anonyme Teilnahme ist möglich. Unsere Referentin und Ansprechpartnerin Mary begleitet jeden Termin. Auch 1:1 Gespräche mit Mary zu anderen Zeiten telefonisch, online oder persönlich sind möglich. Infos zu den Themen, Referent*innen, Terminen und Zugang sind auf unserer Homepage zu finden (https://www.vamv-niedersachsen.de/de/aktuelles/projekte/). Gefördert wird das Angebot von der Stiftung Stahlwerk Georgsmarienhütte.


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